Update: Leitline zu Indikation Knieendoprothese

Hat man Dauerschmerzen und einschränken in seinem Gelenk, überlegen viele Patienten ob die Zeit gekommen ist für ein künstliches Gelenk? Aber wann ist der ”richtige” Zeitpunkt für ein künstliches Gelenk

    • 1. Schmerzen
      Die Schmerzen im Knie müssen seit mindestens 3 – 6 Monaten bestehen. Sie müssen entweder dauerhaft (z.B. dauerhafter Ruhe- / Nachtschmerz) vorhanden sein oder mehrfach wöchentlich auftreten (z.B. immer bei Belastung) und durch die bisherige Therapie nicht zu beheben sein. Der Arzt soll den Patienten darüber informieren, inwieweit Schmerzverminderung oder Schmerzfreiheit nach dem Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks erwartet werden können.
    • 2. Schädigung des Kniegelenks
      Die Schädigung des Kniegelenks muss im Röntgenbild eindeutig sichtbar sein.
    • 3. Die bisherige Behandlung reicht nicht mehr aus
      Verschiedene Medikamente und nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Bewegung und Krankengymnastik haben über einen Zeitraum von 3 – 6 Monaten keine ausreichende Wirkung gezeigt.
    • 4. Lebensqualität und 5. Leidensdruck
      Die Kniearthrose ist so weit fortgeschritten, dass das tägliche Leben durch Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen stark beeinträchtigt ist. Die Beeinträchtigungen sind für den Patienten derart stark, dass die Gesamtsituation für ihn nicht mehr tragbar ist, er also nicht mehr bereit ist, sich mit den Einschränkungen abzufinden. Der Arzt soll den Patienten darüber informieren, inwieweit ein künstliches Kniegelenk dazu beitragen kann, dass sich die Gesamtsituation nach der Operation verbessert.

    Weitere Details zu der Leitline

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